boston: globalpost setzt auf werbefinanzierung und leser-feedback-kanal. da das zeitungssterben in der us-medienlandschaft unaufhaltsam weitergeht, wird die suche nach moderneren und vor allem profitableren geschäftsmodellen für die zukunft innerhalb der branche zunehmend wichtiger. das portal www.globalpost.com finanziert sich hauptsächlich über werbung und kann interessierten sein news-angebot deshalb kostenlos zur verfügung stellen.
in einem kostenpflichtigen premium-bereich haben nutzer zudem die möglichkeit, direkt mit den insgesamt 65 korrespondenten des dienstes in kontakt zu treten, die vor ort von aktuellen ereignissen rund um den globus berichten. auf diese weise entsteht eine art feedback-kanal, der die wünsche und anregungen der leser gleich direkt an den zuständigen reporter weiterleitet und somit mithelfen soll, die qualität der nachrichtenbeiträge insgesamt zu erhöhen.
erfreulich am globalpost-konzept ist die stärkere miteinbeziehung der leserschaft, die aber in zukunft noch ausgebaut werde. möglichkeiten die bei printprodukten nicht oder kaum machbar sind haben in diesem fall eine erfolgschance, solange die grenze zum sogenannten bürgerjournalismus nicht überschritten wird. denn nur berufsjournalisten sind einem bestimmten moralisch-ethischen ehrenkodex verpflichtet, der sicherstellt, dass sich die leserschaft auf die berichteten fakten verlassen kann. beiträge von hobby-journalisten haben diese qualitätsgarantie nicht.
(quelle: pte.at)